Frauenfelder GLP will Ende März weiter wachsen

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Die Grün­lib­erale Partei tritt Ende März mit vie­len erfahre­nen Kan­di­dat­en, aber auch jun­gen Gesichtern zu den Frauen­felder Gemein­der­atswahlen an. Die selb­st ernan­nte Zukun­ftspartei schielt auf min­destens einen zusät­zlichen Sitz.
Nicht weniger als staat­stra­gend, so lautet das langfristige Ziel der Grün­lib­eralen Partei (GLP). Und in Frauen­feld will sie nicht nur den Sitz von Gemein­derätin Iri­na Mey­er vertei­di­gen. Parteipräsi­dent Andreas Schelling meint:
«Vor vier Jahren hat­ten wir Pech und ver­passten den zweit­en Sitz nur knapp.»

Trotz­dem beze­ich­net er die Lis­ten­verbindung mit CH, SP und Grüne als kon­struk­tiv, die heuer wieder zus­tande kommt.
Die GLP sei schweizweit im Auf­schwung, sagt Schelling, der selb­st auf der hell­grü­nen Liste mit 23 Namen ste­ht. «Das wollen wir nun für Frauen­feld aus­nutzen», meint er. In die Karten spielt der GLP auch die Besorg­nis gegenüber dem Kli­mawan­del mit den aktuellen Streiks lan­dauf landab. «Davon prof­i­tieren wir klar, wir verze­ich­nen einen starken Zuwachs an Mit­gliedern.» Auf der GLP-Liste befind­en sich neb­st erfahre­nen Kan­di­dat­en viele Junge. Deshalb for­muliert Schelling als klares Ziel einen zweit­en Sitz im Gemein­der­at.
Diskus­sio­nen inner­halb der Liste vor Stad­tratswahlen
Mit Blick in den GLP-Wahlfly­er fall­en zunächst die vier promi­nent platzierten Kan­di­dat­en auf. Neb­st der Bish­eri­gen Iri­na Mey­er, welche zulet­zt im Gemein­der­at wegen eines Aus­lan­daufen­thalts oft abwe­send war, sind dort die Porträts von Lorenz Weber und Ivo Begic abge­druckt. «Weber ist ein­er unser­er grossen Hoff­nungsträger», sagt Schelling. Begic hinge­gen vertrete als einge­bürg­ert­er Migrant mul­ti­kul­turelle Anliegen.
Und als Viert­er rei­ht sich Ste­fan Leuthold ein. Der Kan­ton­srat trat 2016 aus dem Stadt­par­la­ment aus. Laut eige­nen Aus­sagen, um ein­er jün­geren Kraft Platz zu machen. Jet­zt kan­di­diert er wieder – mit der Gefahr, seinen Parteikol­le­gen Stim­men stre­it­ig zu machen. Schelling sagt:
«Ste­fan Leuthold ist unser Voll­blut­poli­tik­er und hat beru­flich wieder freie Kapaz­ität.»
Vor einem Monat ver­passte Leuthold die Wahl in den Stad­trat. Schelling bestätigt, dass es hin­sichtlich der Stad­tratswahlen zwis­chen GLP und CH zu inter­nen Diskus­sio­nen gekom­men ist. Von einem Kon­flikt will er aber nicht sprechen: «Wir arbeit­en in der Frak­tion gut zusam­men.» Neb­st Leuthold steigt mit Lucas Orel­lano ein weit­er­er Kan­ton­srat ins Ren­nen. Der Jour­nal­ist belegt Lis­ten­platz 5 und führt das restliche GLP-Feld an.
Mehr als eine Einthe­men­partei
GLP-Mit­glieder und ‑Sym­pa­thisan­ten sind häu­fig Akademik­er, meint Schelling. «Trotz­dem sind wir eine Partei für alle und ver­lieren nicht die Boden­haf­tung.» Einen Wider­spruch zwis­chen dem Ein­satz für Ökolo­gie ein­er­seits und Ökonomie ander­er­seits erken­nt Schelling indes nicht:
«Eine Wirtschaft, die sich nicht für Nach­haltigkeit ein­set­zt, hat keine Zukun­ft.»
Ger­ade mit gesellschaft­spoli­tis­chen The­men wie der Ehe für alle oder geopoli­tis­chen Angele­gen­heit­en wie der Unter­stützung fürs EU-Rah­menabkom­men zeige die GLP, dass sie keine Einthe­men­partei sei. «Vielmehr sind wir Trend­set­ter und Zukun­ftspartei», meint er. Das bezieht sich auch auf die städtis­che Poli­tik. Schelling sagt:
«Frauen­feld soll eine Stadt zum Leben und zum Arbeit­en sein, momen­tan verkommt sie aber immer stärk­er zur Schlaf­s­tadt, weil viele zur Arbeit pen­deln.»
Das Ansiedeln von hochw­er­ti­gen Arbeits- und Aus­bil­dungsplätzen hat Pri­or­ität. Und er erhofft sich mehr Engage­ment, um nicht nur das Stadtzen­trum, son­dern auch die Quartierzen­tren aufzuw­erten. Zudem plädiert die GLP fürs Vorantreiben der Dig­i­tal­isierung und fürs Öff­nen des Energie­fonds. «Wir müssen den Ver­brauch fos­siler Energie in allen Bere­ichen senken.»
Hinge­gen steigern will die GLP die Anzahl zukün­ftiger Vorstösse im Gemein­der­at, die mit ein­er Ein­fachen Anfrage während vier Jahren spär­lich aus­fällt. «Ja, wir haben uns zurück­ge­hal­ten, haben aber einige Vorstösse in der Schublade», sagt Schelling. Dafür hofft Gemein­derätin Iri­na Mey­er für die neue Leg­is­latur auf einen GLP-Spar­ring­part­ner.

 

Orig­i­nal­beitrag: https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/frauenfeld/glp-will-wieder-wachsen-ld.1099078?fbclid=IwAR3g8uJCWjDouQz9rOLQy9FUfj2UYBs7bN5LnyyjKm5b7t2gZklYGMHbfEI

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