Thurgauer Jungparteien im Einsatz für AHV21

Das Jugendkomitee der Jungparteien Thurgau ruft die Bevölkerung zur Unterstützung der Vorlage AHV21 und der Anpassung der Mehrwertsteuer auf. Für das Jugendkomitee bestehend aus den Jungfreisinnigen, Jungen SVP, Jungen Mitte und Jungen GLP sind die beiden Abstimmungsvorlagen richtungsweisend und ein erster Schritt zur Sanierung des wichtigsten Sozialwerks der Schweiz. «Für uns ist diese Abstimmung eine Frage des Erhalts des Generationenvertrags. Wird unser Land auch in Zukunft über ein solides Sozialwerk verfügen, dass weder beziehende noch einzahlende Personen übermässig zur Kasse bittet? Wir sagen Ja zum Erhalt der Generationensolidarität in der AHV und setzten uns dafür ein», erklärt Enrique Castelar, Präsident der Jungfreisinnigen Thurgau.

Dabei ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0.4% für das Jugendkomitee der Jungparteien die zentrale Komponente der Vorlage, welche die solidarische Finanzierung der AHV erst möglich macht. Flavia Scheiwiller, Präsidentin der Jungen Mitte Thurgau erläutert: «Nur diese Erhöhung ermöglicht ein generationsübergreifendes Tragen der Sanierungskosten der AHV. Ohne jegliche Rentenkürzungen oder Beitragserhöhungen kann mit der vorliegenden Vorlage dringend benötigte Zeit für unser wichtigstes Sozialwerk gewonnen werden.» Denn die vorliegende Altersstruktur in der Gesellschaft wird bei einer Ablehnung der Vorlage zu einem jährlichen Umlageverlust von CHF 4 726 Millionen Franken führen.

Grund für diese Entwicklung liegt im Anstieg der Lebenserwartung: Wir leben länger und gesünder. Diese Alterung der Bevölkerung führt langfristig dazu, dass die Zahl der Personen im Ruhestand steigt. Kamen 1948 noch 6.8 Arbeitende auf jeden Rentner, waren es 2020 gerade noch 3.2. Marco Bortoluzzi, Präsident JSVP Thurgau bemerkt: «Wenn die Generation der Babyboomer in den Ruhestand geht, wird dies einen tiefgreifenden Umbruch bewirken. Eine Modernisierung der Altersvorsorge nach 25 Jahren Reformblockaden der Linken ohne Rentenkürzungen ist dringend notwendig!».

Doch nicht alle sind gleich von den Vorlagen betroffen. Gerade Frauen kurz vor der Pensionierung sind stärker von den Vorlagen tangiert. «Mit der Harmonisierung des Rentenalters von Frauen und Männern geht es um die Gleichbehandlung im 21. Jahrhundert. Wir wollen aber nicht, dass die Übergangsgenerationen auf der Strecke bleiben. Daher hat man einen grosszügigen Ausgleichsmassnahmen eingeführt, womit die Rente lebenslang um bis zu 160 Franken aufgebessert werden kann», bemerkt Olivia Sommer, Co-Präsidentin der Jungen GLP Thurgau.

Das Jugendkomitee hat sich in den vergangenen Tagen stark unter der Bevölkerung mit Standaktionen in Kreuzlingen und Frauenfeld bemerkbar gemacht und wird sich auch weiterhin für eine nachhaltige, solidarische und langfristige Reform der Altersvorsorge einsetzten.

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